Heimische Fischarten

Gaskarpfen

(Amur, weißer Amur)
Bild "Anglerwissen:Graskarpfen.gif"
Sein wissenschaftlicher Name ist "Ctenopharyngodon idella" und er gehört zu der Klasse der Knochenfische, der Ordnung der Karpfenartigen, der Familie der Weißfische, der Gattung der Ctenopharyngodon. Trotz seines Namens ist er mit den Karpfen nicht verwandt, vielmehr ist sein Name von seiner Nahrung her abgeleitet. Denn Graskarpfen ernähren sich überwiegend von Wasserpflanzen und bevorzugen hierbei Jungpflanzen.

Er verfügt über einen langgestreckten Körper, der dem des Döbels sehr ähnlich ist, mit großen Schuppen und hat eine stumpfe Schnauze, die zwischen den Nasenlöchern eingedrückt ist. Das Maul ist leicht unterständig und die Bartfäden fehlen.

Die Schuppen des Graskarpfens sind sehr groß. An der Seitenlinie sind es 42 bis 54 Schuppen und unterhalb der Seitenlinie liegen 5 Schuppenreihen. Die Schuppen sind silbern und dunkel umrandet.

Da der Graskarpfen zu den Neozoen gehört, wird er zu den eingewanderten oder eingeschleppten Tierarten gezählt. Seit dem 10. Jahrhundert wird er in China gezüchtet, daher ist sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet nicht mehr feststellbar. Zur Bekämpfung von Wasserpflanzen wurde er in den 1960ern nach Europa eingeführt und ist heute in Europa weit verbreitet. In den 1980er Jahren gab es in Nordrhein-Westfalen ca. 46 Fundortangaben in Baggerseen und langsam fließenden Gewässern über das gesamte Landesgebiet, mit Ausnahme des Sauerlandes.

Der heutige Lebensraum des Graskarpfen ist in ruhigen, tiefen und warmen Flüssen. Auch in wärmeren Seen und Teichen ist er zu finden.

So richtig wohl fühlt er sich erst ab einer Wassertemperatur von 20 Grad, wobei 25 Grad noch besser sind. Beträgt die Wassertemperatur unter 13 Grad, stellt er die Nahrungsaufnahme ein. Im Hochsommer kann der Graskarpfen das Doppelte seines Körpergewichtes an einem Tag zu sich nehmen.

Farbe:

Die Farbe des Rückens ist dunkelgrün bis grünschwarz, während die Flanken heller sind und der Bauch eine weißliche Färbung aufweist.

Grösse:

Graskarpfen können eine Größe von bis zu 120cm erreichen. Dabei können sie bis zu 40 kg schwer werden. Wie alt ein Graskarpfen werden kann, ist nicht bekannt.

Lebenszyklus:

In der Laichzeit werden die Eier im stark strömenden Wasser über einem kiesigem Grund abgegeben. Nach bereits 40 Stunden schlüpfen die Jungfische, die sich von tierischem Plankton ernähren und erst ab einer Größe von ca. 5cm zu Pflanzenkost übergehen. Da ein Graskarpfen zur Fortpflanzung eine Wassertemperatur von mindestens 25 Grad benötigt, findet seine üblicherweise rasche Vermehrung in unseren Breiten nicht statt.

Nahrungsaufnahme:

Durch seine Essgewohnheiten verspricht man sich ein sog. "Abweiden" unerwünschter Unterwasserpflanzen. Dies trifft auch zu, jedoch verschlechtert sich in kleineren Teichen und Weihern die Wasserqualität durch die gewaltigen Ausscheidungen des Graskarpfens sehr schnell.

Allein wegen der Eigenschaft des "Pflanzenvernichters" wurde er damals nach Europa eingeführt, um ein zu starkes Pflanzenwachstum in Gewässern zu reduzieren. Leider ist die Vernichtung der Unterwasserbepflanzung durch den Graskarpfen so hoch, dass teilweise Wasserpflanzenbestände völlig vernichtet werden. Somit sind wichtige Ablaichmöglichkeiten vieler anderer Fischarten gefährdet.

Tipps zum Angeln auf Graskarpfen / Montagen und Köder

Die besten Angelmethoden zum Angeln auf Graskarpfen sind:

•  Angeln mit Wasserkugel

•  unbeschwertes Angeln an der Oberfläche mit auftreibenden Ködern

Topköder:

  1. Mais
  2. Boilie
  3. Brot
  4. Schwimmbrot
  5. Nüsse

Gezielt kann der Graskarpfen nur mit einem Oberflächenköder geangelt werden. Bevorzugt stehen Graskarpfen inmitten von Wasserpflanzen wie Schilf, Seerosen und Kraut.

Köder: Angefüttert werden Graskarpfen am besten mit Brotflocken und wenn die Fische an ihrem Platz sind, sollte ein Köder dazwischen geworfen werden. Der Köder, ebenfalls eine Brotflocke, sollte entweder unbeschwert oder bei größeren Entfernungen an einer Montage mit einer durchsichtigen Wasserkugel versehen sein. Das geeignetste Geräte ist die schwere Karpfenausrüstung mit mind. einer 0,35er Schnur.

Fangzeit: Da der Graskarpfen warmes Wasser bevorzugt, sind die Fangaussichten im Sommer besonders gut. Zu anderen Jahrszeiten kann man Graskarpfen jedoch in Warmwassereinläufen von Kraftwerken fangen.

Tipp: Da Graskarpfen sehr schreckhaft sind, sollte der Angler hektische Bewegungen und lautes Auftreten vermeiden.

Tipp: Bei dichtem Wasserpflanzenwuchs stehen die scheuen Fische meist mitten im Kraut oder direkt am Rande der Krautfelder !

Mehr Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Graskarpfen
Quellenangaben: http://www.rhein-angeln.de/fischarten_raubfische_friedfische.htm




Aal   Äsche   Bachforelle   Barbe   Barsch   Brassen   Döbel   Graskarpfen   Hecht   Karausche   Karpfen   Nase   Rapfen   Regenbogenforelle   Rotauge   Rotfeder   Schleie   Wels   Zander
Angelwetter in Bersenbrück

Info

©  by ASV Bersenbrück e.V./Anglerwissen/Graskarpfen
letztes Update: 25.07.2019, 16:34:44

Suche

⇑ Top