Heimische Fischarten

Rotauge

(Plötze, Schwal)
Bild "Anglerwissen:Rotauge.gif"
Das Rotauge (lat. Name: Rutilus rutilus) ist eine Fischart, die der Familie der Karpfenfische (lat. Cyprinidae) zugeordnet wird. Das Rotauge ist in fast ganz Europa bis auf Norwegen und den südlichen Balkan vorzufinden. Es ist weit verbreitet und stellt sehr wenig Ansprüche an seine Wohngewässer. Das Rotauge lebt als Schwarmfisch in stehenden und langsam fliesenden Gewässern.

Farbe:

Das Rotauge hat einen hochrückigen Körper mit grünlicher Oberfläche und einem weissen Bauch. Die Flossen und Augen sind leicht rötlich. Rotaugen werden meist mit einer ähnlichen - ebenfalls der Famillie der Karpfenfische zugehörenden Art - der ''Rotfeder'' verwechselt. Dies ist kein Wunder da sich die beiden Fischarten sehr ähnlich sehen, und man als Laie meist gar keinen Unterschied sieht. Das meist einzige Merkmal zum Unterscheiden der beiden Gattungen ist dass beim Rotauge Rücken- und Bauchflossen auf einer Höhe/Linie stehen. Bei der Rotfeder hingegen sind die Bauchflossen etwas vorgezogen. Wer es noch genauer wissen will, der kann die beiden Fischarten auch anhand der Form Ihrer Mäuler unterscheiden: Die Plötze hat ein endständiges Maul während die Rotfeder ein oberständiges Maul hat.

Grösse:

Rotaugen werden nicht sehr gross und erreichen meist eine max. Körperlänge von 25 bis 45 cm, dass max. Gewicht liegt hier bei 1,5 kg. Plötzen können ein Alter bis zu 12 Jahren erreichen.

Plötzen halten sich meist in Ufernähe und in dich mit Pflanzen bewachsenen Bereichen des jeweiligen Gewässers auf, man kann Sie aber auch in tieferen Bereichen vorfinden. Sie ernähren sich überwiegend von Pflanzen im Wasser, Würmern, Insekten und deren Larven sowie Muscheln, Schnecken und verschiedenen weiteren Kleintieren. Plötzen gelten als schnell fortpflanzungsfähige Fischart. Sie erreichen Ihre volle Geschlechtsreife bereits nach 2-3 Jahren. Die Laichzeit der Rotaugen geht von April bis Mai. Die männlichen Exemplare bekommen in dieser Zeit einen Laich-Ausschlag in Form von Korn-förmigen, hellen Auswüchsen auf Ihrem Kopf. Zur Laichzeit werden ca. 50 Tausend bis 100 Tausend (!) selbstklebende Eier (gerechnet: pro Fisch von 1 Kg) auf Steinen, Wurzeln oder auf Pflanzen abgelegt. Die kleinen Rotaugen-Larven schlüpfen nach ca. 4-10 Tagen und schwimmen erst nachdem Sie Ihren Dottersack-Vorrat komplett aufgefressen haben ins Freiwasser.

Tipps zum Angeln auf Rotaugen / Montage und Köder

Das Rotauge gilt in Deutschland als eher ''minderwertiger'' und grätenreicher Speisefisch, da es überall und zuhauf vorkommt und meist als lästiger Beifang z.B. beim Angeln auf Brassen oder Schleie ungewollt mitgefangen wird. Diese robuste und weit verbreitete Fischart eignet sich sehr gut als Köderfisch z.B. zum gezielten Angeln auf Hecht, Barsch, Zander und Wels. Es wird hierzu als toter Köderfisch mit einer Ködernadel auf einen Haken gezogen und dem Raubfisch entweder an einer Pose-Montage oder an der Grundangel angeboten. Der Geruch und die Bewegungen die von diesem frisch getötetem Fisch ausgehen motivieren Raubfische folglich zum anbeissen.

Zu einem neuen, sehr beliebten Sport hat sich das gezielte Angeln von wirklich ''kapitalen'' Rotaugen etabliert. Diese Art des Fischfangs stellt sich als ausgesprochen anspruchsvoll dar, da die grossen Exemplare meist nur schwer auszumachen sind und als scheu gelten.

Zu den gängigsten Angelmethoden auf Plötzen zählt das ...

•  Angeln mit Feststellpose

•  Angeln mit Laufpose

•  Angeln mit Waggler

•  Grundangeln mit Laufblei

•  Angeln mit Feeder (Futterkorb)

Topköder:

  1. Made
  2. Mais
  3. Tauwurm
  4. Teig
  5. Brot

Empfohlenes Angelgerät: Die Angelrute und die Montage sollte so leicht wie möglich sein, da die eher kleinen und zierlichen Fische meist keinen grossen Widerstand leisten. Wenn man gezielt auf kleine Rotaugen fischt sollte man eine 0,18mm monofile Schnur und einen 18er - 12er Haken nehmen, an diesen Haken kommen dann 1-2 Maden. Wo mit grösseren Plötzen zu rechnen ist empfiehlt sich eine 0,20mm monofile Schnur und Hakengrösse 11-8 mit einem Maiskorn oder 2-3 Maden bestückt.

Köder: Die besten Köder sind Maden und Pinkies, Kügelchen aus Brot, Würmer und Mais. Rotaugen kann man das ganze Jahr über fangen, es empfiehlt sich jedoch vor jedem Ansitz etwas Anzufüttern, das erhöht die Fangchancen um ein vielfaches. Im Fluss fängt man Rotaugen am besten in Ufernähe und an Strömungskanten (z.B.: zwischen Buhnen am Rhein) - am See und in stillen Gewässern hingegen sollte man seinen Köder eher an abfallenden Scharkanten platzieren.  

Fangzeit: Die beste Jahreszeit zum Angeln auf Plötzen sind die Monate März und April, sowie September und Oktober - man kann Plötzen aber auch wunderbar das ganze Jahr über fangen.

Mehr Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Rotauge
Quellenangaben: http://www.rhein-angeln.de/fischarten_raubfische_friedfische.htm




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Info

©  by ASV Bersenbrück e.V./Anglerwissen/Rotauge
letztes Update: 25.07.2019, 16:34:44

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